Inselwanderung ist nicht wirklich korrekt, es ist eine Halbinsel eingebettet in Agger- und dem Genkel-Arm an der Aggertalsperre. Aufmerksam wurde ich auf dieses Kleinod über Bilderveröffentlichungen bei Facebook. Und aus meiner Sicht hat sich der Besuch sehr gelohnt.
Inselwanderung an der Aggertalsperre
- Start: Inselweg, 51647 Gummersbach
- Streckenlänge: ca. 6km
- Höhenmeter: 95 hm
- Abstecher zur Staumauer Aggertalsperre: Sperrmauer, 51647 Gummersbach
- Wanderungen in der Umgebung: Wanderung an Schloss Gimborn und noch eine mit zwei Ruinen und dem Schloss und an Genkel- und Aggertalsperre unterwegs und eine knapp 18 km Runde, ebenfalls an Agger- und Genkeltalsperre
Eine GPS Aufzeichnung braucht es nicht, denn die Halbinsel lässt Abweichungen nicht zu. Die meisten Spaziergänger werden wohl lediglich unten am Wasser entlang laufen. Der Rundweg misst etwa 4 km.
Für mich war aber ganz besonders der kleine Abstecher über die Felsen zur Spitze der Insel, sowie der Spaziergang oben über den Kamm der Insel interessant. Ihr werdet die Bilder sehen und selber entscheiden, was zumutbar ist und was nicht. Einen Screenshot der Karte habe ich am Beitragsende eingefügt.
Zur Halbinsel
Diese kleine Halbinsel ist ein Bergrücken zwischen Agger- und Genkelarm. Reste einer Ringwallanlage (Burg Zinne) aus fränkischer Zeit befinden sich noch dort. Leider ist eine kleine Schleife dort oben, aufgrund extremen Fichtensterbens, nicht mehr auffindbar. Vom Inselweg bis zur Inselspitze kann man aber sehr gut laufen.
Wir starten unser kleines Abenteuer
Blauer Himmel, grünes Wasser, beste Laune bei Hund und Frauchen. Trotz fortwährender Schmerzen in den Gelenken ist das draußen sein bei dieser Witterung erfüllend. Ja, die Strecken sind eher mini, aber so ist mitunter der Zahn der Zeit. Einzige die neue Hüfte spüre ich überhaupt nicht, die läuft wie geschmiert und dafür immer wieder „DANKE“ an den wundervollen Operateur.
Viel Text braucht es für den Rundweg nicht, kleine Erklärungen findet ihr unter den Fotos.






Inselspitze mit Blick auf die Staumauer
Ein wenig schwierig war es schon, an die Spitze der Halbinsel zu gelangen. Alle Hürden habe ich mir auch, trotz Einsatz der Wanderstöcke, nicht genommen. Die Kletterliesel von früher gibt es nicht mehr.
Jana hat einen Platz weiter oben eingenommen und bleibt bis zu meiner Rückkehr brav sitzen. In dieser Hinsicht ist sie ebenso zuverlässig wie Spike damals. Es ist mir wichtig sie nicht in Gefahr zu bringen, aus dem Wasser würde ich sie nicht mehr retten können, sollte sie abstürzen.

Über die felsigen Untergründe gelange ich schlussendlich an einen Punkt, an dem ich nicht weiter will. Hier entstehen ein paar Aufnahmen:
Im Juli 2025 hat man auf die Staumauer diesen Schriftzug geklebt, wobei nur die Hälfte des Wortes auf dieser Folie geschrieben steht, der Rest ist Spiegelung. ECHO ist ein Projekt der Regionale 2025 und hat lockere 75.000 Euro gekostet. Es soll bis mindestens ins Frühjahr diesen Jahres verbleiben.

Zurück bis fast an den Start der Inselwanderung
Der Rückweg findet ebenso auf recht breiten Wegen statt. Auf der Uferseite wurden auch hier neue Bepflanzungen vorgenommen. Ich bin sicher, der kleine Rundweg profitiert von diesen Maßnahmen und die Uferbereiche werden mehr von Wildspaziergängern geschützt.


Ein paar echt schnuckelige Ferienhäuser stehen hier herum. Und am Ende dieser Häuser sehe ich einen Weg, den ich hinauf gehe, ohne zu ahnen, was mich erwartet.
Auf den Kamm hinauf
Die Bilder sind zu zwei verschiedenen Zeiten aufgenommen, also nicht wundern, dass aus blauem Himmel ein ordentlich bedeckter wird.



Rindviecher sind soooo schön
Junges Weidevieh gesichtet oder hat das Weidevieh eher uns gesichtet? Auffällig ist, diese Weidebewohner hatten ihre Hörner noch, sie wurden nicht entfernt.

Die vor ihren Augen genüsslich grasende Jana (sie liebt das frische Grün und knabbert immer die Spitzen ab) wurde von den braunen Augen genau betrachtet. Möglicherweise waren die Herrschaften nicht einverstanden, dass sich da jemand an ihrem Futter vergreift. So wurden wir bis zum Ende der Weide verfolgt.
Kahlschlag auf der Höhe
Eine Weile sind die Wege noch bequem und relativ breit, dann wird es etwas holpriger. Jana meistert die Strecke aber vorbildlich und hat sichtlich Spaß. Ich habe hier oben nicht so viele Bilder gemacht, mich hat der teilweise recht schmale Weg sehr in Anspruch genommen.

Damit lande ich dann wieder unten am Wasser und gehe den rechtsseitig gelegenen Weg zurück zum Startpunkt.


Es raschelt in den Hängen, vor allen Dingen Mäuse huschen auf der Suche nach Futter durch das noch reichlich liegende Laub und verschwinden dann schnell in ihren zahlreichen Mäuselöchern. Das Frühjahr lässt alles lebendiger erscheinen.
Wie versprochen die Karte zur Tour.

Ab zur Staumauer der Aggertalsperre
Einen kleinen Abstecher erlaube ich mir noch. Nicht spektakulär, weil die Halbinsel von hier aus noch nicht sonderlich grün erscheint. War aber trotzdem schön.

Damit ist dieser Plan erfüllt, den ich schon länger im Sinn hatte. Ich erhoffe mir in diesem Frühjahr noch weitere schöne Ausflüge, endlich auch mal wieder in die Eifel. Bis dahin grüße ich euch und wünsche euch tolle Erlebnisse in unserer Natur.
Liebe Grüße
Elke und Jana
Sehr schöne Tour und auch tolle wunderschöne Bilder… vielen Dank!!