Inselwanderung ist nicht wirklich korrekt, es ist eine Halbinsel eingebettet in Agger- und dem Genkel-Arm an der Aggertalsperre. Aufmerksam wurde ich auf dieses Kleinod über Bilderveröffentlichungen bei Facebook. Und aus meiner Sicht hat sich der Besuch sehr gelohnt.

Inselwanderung an der Aggertalsperre

Eine GPS Aufzeichnung braucht es nicht, denn die Halbinsel lässt Abweichungen nicht zu. Die meisten Spaziergänger werden wohl lediglich unten am Wasser entlang laufen. Der Rundweg misst etwa 4 km. 

Für mich war aber ganz besonders der kleine Abstecher über die Felsen zur Spitze der Insel, sowie der Spaziergang oben über den Kamm der Insel interessant. Ihr werdet die Bilder sehen und selber entscheiden, was zumutbar ist und was nicht. Einen Screenshot der Karte habe ich am Beitragsende eingefügt.

Zur Halbinsel

Diese kleine Halbinsel ist ein Bergrücken zwischen Agger- und Genkelarm. Reste einer Ringwallanlage (Burg Zinne) aus fränkischer Zeit befinden sich noch dort. Leider ist eine kleine Schleife dort oben, aufgrund extremen Fichtensterbens, nicht mehr auffindbar. Vom Inselweg bis zur Inselspitze kann man aber sehr gut laufen. 

Wir starten unser kleines Abenteuer

Blauer Himmel, grünes Wasser, beste Laune bei Hund und Frauchen. Trotz fortwährender Schmerzen in den Gelenken ist das draußen sein bei dieser Witterung erfüllend. Ja, die Strecken sind eher mini, aber so ist mitunter der Zahn der Zeit. Einzige die neue Hüfte spüre ich überhaupt nicht, die läuft wie geschmiert und dafür immer wieder „DANKE“ an den wundervollen Operateur. 

Viel Text braucht es für den Rundweg nicht, kleine Erklärungen findet ihr unter den Fotos.

Abriss Aggersee Terrassen
Abriss Aggersee- Terrassen, einst 1940 als Wochenendhaus gebaut. Hier soll neu gebaut werden, das geht offenbar aber nicht so recht voran.
Inselwanderung
Hier ist der Himmel und das Wasser blau. Blick auf den Campingplatz gegenüber
Inselwanderung
Jana genießt die fremden Gerüche
Inselwanderung
An der Uferseite werden Büsche und Bäume neu angepflanzt. Außerdem ist eine Attraktivierung des gesamten Rundweges geplant.
Inselwanderung
Hier ist das versprochene grünliche Schimmern des Wassers
Inselwanderung Aggertalsperre
Die Wege sind breit

Inselspitze mit Blick auf die Staumauer

Ein wenig schwierig war es schon, an die Spitze der Halbinsel zu gelangen. Alle Hürden habe ich mir auch, trotz Einsatz der Wanderstöcke, nicht genommen. Die Kletterliesel von früher gibt es nicht mehr.

Jana hat einen Platz weiter oben eingenommen und bleibt bis zu meiner Rückkehr brav sitzen. In dieser Hinsicht ist sie ebenso zuverlässig wie Spike damals. Es ist mir wichtig sie nicht in Gefahr zu bringen, aus dem Wasser würde ich sie nicht mehr retten können, sollte sie abstürzen.

Wartender Hund
Wartender Hund

Über die felsigen Untergründe gelange ich schlussendlich an einen Punkt, an dem ich nicht weiter will. Hier entstehen ein paar Aufnahmen:

Im Juli 2025 hat man auf die Staumauer diesen Schriftzug geklebt, wobei nur die Hälfte des Wortes auf dieser Folie geschrieben steht, der Rest ist Spiegelung. ECHO ist ein Projekt der Regionale 2025 und hat lockere 75.000 Euro gekostet. Es soll bis mindestens ins Frühjahr diesen Jahres verbleiben. 

Blick auf die Staumauer der Aggertalsperre
Blick auf die Staumauer der Aggertalsperre

Zurück bis fast an den Start der Inselwanderung

Der Rückweg findet ebenso auf recht breiten Wegen statt. Auf der Uferseite wurden auch hier neue Bepflanzungen vorgenommen. Ich bin sicher, der kleine Rundweg profitiert von diesen Maßnahmen und die Uferbereiche werden mehr von Wildspaziergängern geschützt.

Inselwanderung
Ziemlich viel Holz auf dem Weg
Inselwanderung
Ein schöner Abschnitt

Ein paar echt schnuckelige Ferienhäuser stehen hier herum. Und am Ende dieser Häuser sehe ich einen Weg, den ich hinauf gehe, ohne zu ahnen, was mich erwartet. 

Auf den Kamm hinauf

Die Bilder sind zu zwei verschiedenen Zeiten aufgenommen, also nicht wundern, dass aus blauem Himmel ein ordentlich bedeckter wird.

Kammweg Agger Halbinsel
Hinauf auf den Bergrücken
Kammweg Aggerhalbinsel
Unmengen Holz wurde hier geschlagen, die Wüste sieht man im weiteren Verlauf
Kammweg Agger Halbinsel
Herrlicher Blick, auch bei bedecktem Himmel

Rindviecher sind soooo schön

Junges Weidevieh gesichtet oder hat das Weidevieh eher uns gesichtet? Auffällig ist, diese Weidebewohner hatten ihre Hörner noch, sie wurden nicht entfernt.

Rinder auf dem Kammweg Agger Halbinsel
Mutig kommt sie nahe

Die vor ihren Augen genüsslich grasende Jana (sie liebt das frische Grün und knabbert immer die Spitzen ab) wurde von den braunen Augen genau betrachtet. Möglicherweise waren die Herrschaften nicht einverstanden, dass sich da jemand an ihrem Futter vergreift. So wurden wir bis zum Ende der Weide verfolgt.

Kahlschlag auf der Höhe

Eine Weile sind die Wege noch bequem und relativ breit, dann wird es etwas holpriger. Jana meistert die Strecke aber vorbildlich und hat sichtlich Spaß. Ich habe hier oben nicht so viele Bilder gemacht, mich hat der teilweise recht schmale Weg sehr in Anspruch genommen. 

Inselwanderung
Hindernisse brauche ich echt nicht, tricky daran vorbei zu gelangen

Damit lande ich dann wieder unten am Wasser und gehe den rechtsseitig gelegenen Weg zurück zum Startpunkt.

Inselwanderung
Mann müht sich sehr mit dem Segel
Inselwanderung
Buschwindröschen

Es raschelt in den Hängen, vor allen Dingen Mäuse huschen auf der Suche nach Futter durch das noch reichlich liegende Laub und verschwinden dann schnell in ihren zahlreichen Mäuselöchern. Das Frühjahr lässt alles lebendiger erscheinen.

Wie versprochen die Karte zur Tour.

Inselweg
Inselweg und in der Mitte die Strecke auf dem Inselkamm

Ab zur Staumauer der Aggertalsperre

Einen kleinen Abstecher erlaube ich mir noch. Nicht spektakulär, weil die Halbinsel von hier aus noch nicht sonderlich grün erscheint. War aber trotzdem schön.

Blick auf die Halbinsel von der Aggerstaumauer gesehen
Blick auf die Halbinsel

Damit ist dieser Plan erfüllt, den ich schon länger im Sinn hatte. Ich erhoffe mir in diesem Frühjahr noch weitere schöne Ausflüge, endlich auch mal wieder in die Eifel. Bis dahin grüße ich euch und wünsche euch tolle Erlebnisse in unserer Natur.

Liebe Grüße

Elke und Jana

Ein Kommentar

Ich freue mich über ein paar nette Worte....

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