Recherchereise: Mit nur knapp 18 km Streckenlänge und wenigen Höhenmetern sympathisiert der Eifelsteig auf der fünften Etappe mit meinem Knie. Das sanfte Höhenprofil des Eifelsteig zwischen Gemünd und Kloster Steinfeld, die wechselvollen Wege und das unerwartet freundliche Wetter sind eine gelungene Sinfonie für die Sinne. Bevor ich mich auf meine heutige Strecke begebe, gibt es jedoch erst einmal ein leckeres Frühstück.

Die kunterbunte Frühstücksgesellschaft

Immer wieder treffe ich auf die gleichen Gesichter, ob unterwegs oder im Hotel. Heute erfahre ich mal ein wenig über einige der Eifelsteigwandererinnen, wie zum Beispiel die Schwestern, die hier in der Eifel aufgewachsen sind. Einmal im Jahr kommen sie zum wandern in Deutschland zusammen, leben aber in Amerika und den Niederlanden. Ein Wander-Duo lebt im Bergischen Land (Gummersbach) und eine andere lebt in Mayen und wandert mit ihrer Hündin den Wildnistrail. Es macht Spaß zu erfahren, woher all die Menschen kommen, die ich täglich an irgend einem Punkt meiner Mehrtagestouren wieder treffe.

Ziemlich flott geht bei so viel Unterhaltung die Zeit ins Land. Doch mit Blick auf die heutige, recht kurze Etappe, können wir uns alle Zeit lassen. Gemütlich packe ich im Anschluss meinen Rucksack, lasse mir meinen Stempel in den Wanderpass drücken und nehme den ersten Abstieg in Angriff. Das Knie hält, oh Wunder.

Eifelsteig zwischen Gemünd und Kloster Steinfeld

  • Start: Gemünd, Eifel-Ardennen-Platz (Achtung Ginsterblütenfest am 8.6. + 9.6. 2019 in Dreiborn)
  • Ziel: Kloster Steinfeld, Hermann-Joselfstr. 4, Kall
  • Streckenlänge: 18 km
  • Höhenmeter: ⇑ 640 m, ⇓ 481 m
  • Track auf der Seite der Eifel Touristik GmbH
  • Unterkunft: Kloster Steinfeld, Gästehaus Hermann-Josef-Str. 4, 53925 Kall
  • Touristik Kall
  • Eifelverein Kall
  • Wanderbus in der Zeit vom 19. April bis 27. Oktober 2019 zwischen Kall und Mirbach

Eifelsteig zwischen Gemünd und Kloster Steinfeld

Ganz im Gegensatz zu den Wettervorhersagen, die uns Tage vorher in Angst und Schrecken versetzt haben,bleibt es am heutigen Tage offenbar trocken. Toitoitoi, ich stehe ja jetzt erst am Anfang meiner Tour. Hin und wieder wagt es die Sonne tatsächlich mit ihren vorwitzigen Strahlen den einen oder anderen Busch zu beleuchten und mich auch. Hinter der St. Nikolaus Kirche darf ich auch bereits in den Wald entschwinden, natürlich den Berg hoch.

Herrlicher Waldweg- natürlich bergan - Eifelsteig zwischen Gemünd und Kloster Steinfeld
Herrlicher Waldweg- natürlich bergan – Eifelsteig zwischen Gemünd und Kloster Steinfeld

Schade, dass ihr nicht hören könnt welches Vogelkonzert hier in den Wäldern ertönt. Heute wandere ich wieder, neben dem Eifelsteig auch auf dem Felsenweg, der das Rurtal mit dem Moseltal verbindet. Kaum ist die erste Steigung genommen, taucht auch schon eine erste Schutzhütte auf. Die lasse ich jedoch links liegen und ziehe weiter. Erst einmal müssen ein paar Kalorien verbrannt werden.

Erste Schutzhütte auf dem Eifelsteig zwischen Gemünd und Kloster Steinfeld
Kaum unterwegs und schon eine Rastmöglichkeit

Der Pfad schraubt sich weiter auf die Höhen und kurbelt gleich den Kreislauf ordentlich an, so ist es recht. Doch bald schon öffnet sich der Wald und entlässt mich auf einen Wiesenweg mit ausgebreitetem Sichtfeld. Wobei gerade die Wolken den Vorhang vor die Sonne gezogen haben.

An den Büschen hängen noch die Regentropfen der letzten Nacht. Wenn die Fernsicht verhangen oder doof ist, schaue ich in meiner Nähe nach Schönheiten, die mich reizen, und wenn es Wassertropfen sind. ;-)

Eifelsteig zwischen Gemünd und Kloster Steinfeld
Manchmal gelüstet es mich nach dem Einfachen

Kahle Kuckucksley

Auf Höhe der Kuckucksley ist die Vegetation deutlich zurück, im Vergleich zu den tieferen Lagen. Kahle Bäume säumen den Weg, richtig erschreckend, wenn das Grün bisher so wärmend für die Seele wirkte. Von hier oben habe ich einen schönen Blick auf das Oleftal und den Eifelort Olef, der ebenfalls vom Eifelsteig berührt wird.

Blick auf Olef - Eifelsteig zwischen Gemünd und Kloster Steinfeld
Blick auf Olef[gallery type="rectangular" ids="94870,94871,94872"]

Die Thüringer im Eifelwald

Wenig weiter treffe ich wieder zwei der Eifelsteig-Mädels. Die beiden kommen aus Thüringen, unweit von Eisenach. Wieder kommt mir in den Sinn, dass ich dort auch mal wieder wandern möchte. Noch einmal die Drachenschlucht sehen. Ja das wäre schon toll.

Thüringer Eifelsteigwanderinnen
Thüringer Eifelsteigwanderinnen

Olef ein Eifeldorf auf dem Eifelsteig zwischen Gemünd und Steinfeld

Was jetzt kommt sind einfach Fotos, denn der kleine, mit wunderschönen Fachwerkhäusern übersäte Ort „Olef“ bietet für die Augen so viel. Dazu bequemte sich die Sonne für einen Augenblick den Schutz der Wolken zu verlassen und brachte genug Licht für meine Fotografien.

Eines noch, mitten durch Olef verläuft eine Bahnlinie mit Haltepunkt. Heute nur noch Museumsbahn und für Güterverkehr genutzt,muss bei jeder Querung einer Bahn durch den Ort, ein Rangierer mit Warnflagge vorausgehen.

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Natur pur in Wald und Feld – Eifelsteig zwischen Gemünd und Steinfeld

Einige Male habe ich in den vergangenen Tagen und so auch heute festgestellt, dass ich oftmals einfach dem schönsten Weg, dem schönsten Eindruck folge. Es dauert dann für gewöhnlich eine Weile, bevor ich realisiere, dass ich nicht mehr den Eifelsteigsymbolen folge.

Die Eifelsteigetappe fünf, zwischen Gemünd und Steinfeld, brüstet sich nicht mit Ruinen, Burgen oder Schlössern, sondern mit ihrer Natur. Da träumt Frau gerne mal einfach ein Stück weg. Einen kleinen Querschnitt durch die gemachten Fotos zeige ich, bevor ich in Golbach zu einem Kaffee und Kuchen einkehre.

Golbacher Oase- Kaffee und Kuchen

Am westlich gelegenen Rand von Kall finde ich das kleine Dörfchen Golbach. Eine Kapelle, einen Kindergarten und ein Cafe´, das dürfte inhaltlich die Beschreibung Golbachs sein. Natürlich finde ich dort auch einige Einfamlienhäuser, sonder wäre der Kindergarten ja sinnlos.

Nach einem Stück Käsekuchen, gebacken vom Herrn der Kuchen in der Golbacher Oase, und dem Genuss der Tasse Milchkaffee, mache ich mich wieder auf die Wandersocken. Ein wenig malade inzwischen, weil das Knie natürlich wieder zickt. (Memo an Wanderschnecke: Auf die nächste Tour Salbe mitnehmen)

Zwischen Golbach und Steinfeld regnet es

Die letzten zwei Kilometer verlaufen auf herrlichen Wiesenwegen und Pfaden und am Waldrand entlang. Zwischen hat ein leichter Nieselregen eingesetzt. Erneut kommt die schöne dünne Jacke zum Einsatz. sie hat heute nicht viel zu tun, hat aber den Vorteil mich nicht in eine Sauna zu stecken, wie es bei den dickeren Jacken der Fall ist.

Flachwurzler liegt quer
Flach wurzelnde Bäume kippen schnell um, wenn der Boden zu nass wird

An diesem Mauseloch stehe ich eine Weile herum und warte darauf, dass die kleinen Babymäuse sich wieder sehen lassen. Sie hatten sich eine muntere Jagd geliefert, bis sie meine Anwesenheit entdeckten. So schnell waren sie vereint in diesem Loch entschwunden und kehrten auch erst einmal nicht zurück.

Mauseloch
Mäusetempel

Eifelspuren und Eifelschleifen auf dem Eifelsteig zwischen Gemünd und Steinfeld

Ich wandere hier nicht nur auf dem Eifelsteig zwischen Gemünd und Steinfeld, nein meine Füße berühren hier auch diverse Eifelschleifen und Eifelspuren. Diese Rundwanderwege verlaufen teilweise auf alten Wegen des Eifelverein, wurden neu konzipiert und ausgeschildert, erhalten moderne Symbole.  Die Gemeinde Kall hat da schon ganze Arbeit geleistet, denn ich treffe auf die Wege „Heideheimat, Milchweg und Pingenwanderweg“  sie alle bereits mit neuen Symbolen versehen.

Eine dieser neuen Wege bin ich bereits gewandert und war begeistert. In Marmagen, die Eifelschleife Fuchshöhle, ist zwar noch nicht neu ausgezeichnet, hat mich aber vom Wegeverlauf her absolut begeistert.

Die Feuchtwiesen tragen das Gelb der Löwenzahnblüten, die Trockenrasen eher die herab hängenden Blüten der Wiesenschlüsselblume. Beide treffe ich hier im Wechsel an. Am Ende der Offenwanderung lande ich noch einmal auf schmalen Pfaden durch ein Stück Wald, das unmittelbar an den Klostermauern endet.

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Endstation –  Eifelsteig zwischen Gemünd und Kloster Steinfeld

Kloster Steinfeld

Nach diesem schönen Abschluss erreiche ich das Kloster Steinfeld. Das imposante Gemäuer habe ich ja schon zu einem früheren Zeitpunkt kennen und lieben gelernt und ich hoffe dass ich morgen noch einmal Gelegenheit bekomme ein paar Fotos zu machen. Den Beitrag zeige ich eigentlich nur, weil Spike mit unterwegs war.

Die Suite die ich hier bezogen habe, mit fantastischem Betten und einer exklusiven Einrichtung, haben mich erst einmal maßlos überrascht. Dieser Luxus ist sehr ungewohnt für mich und ich hatte mich darauf eingerichtet in einem Kloster eher karge Einrichtungen vorzufinden. Das ist hier definitiv nicht der Fall.

Auch heute ist mir nach frühem Schlafen gehen. Morgen bin ich dann in aller Frühe wach und kann noch fotografieren gehen. Ein wenig Frische im Bad, noch ein paar Worte notiert, damit ich den Blog später füttern kann. Dann husch unter das himmlische Bettzeug.

Fazit: Eifelsteig zwischen Gemünd und Kloster Steinfeld

Wenig Spektakuläres, aber sehr viel Natur. Das war eine Etappe zum gemütlichen Wandern, mit viel Zeit der Natur die verdiente Aufmerksamkeit zu schenken. Die Region bietet, neben dem Eifelsteig, sehr viele Wanderwege, die ich gerne auch einmal unter die Stiefel nehmen werde.

Unterstützer auf dem Eifelsteig zwischen Gemünd und Kloster Steinfeld

Dazu gehört die Unterstützung durch den  Eifel Tourismus (ET) GmbH . Dank dieser Hilfen ist es mir überhaupt möglich das Projekt so anzugehen. Vielen Dank für hervorragende Unterbringung und den lückenlosen Gepäcktransfer. sowie Rat und Tat.

Der Sockenausstatter Wrightsock der mir die praktischen doppellagigen Socken mit dem Eifelsteigsymbol zur Verfügung stellen wird, ist ebenfalls mit im Boot.

Reinland Seifen

 

Nicht zuletzt Reinlandseifen, die mir die Wanderseifen zur Verfügung stellt, hier geht es zum Blogbeitrag, in dem ich die Seifen vorstelle. Lecker riechen tun all die Seifen, außerdem sind sie schön bunt-

 

(c)Esterbauer
(c)Hikeline

Das *Buch zum Eifelsteig stellt mir der Verlag Esterbauer, hier sind einige Informationen enthalten, die wegweisend sind, um sich auf diesem Fernwanderweg gut zurecht zu finden. Außerdem bin ich auf die einzelnen Etappen bestens vorbereitet.

 

 

Als gänzlich neuer und sehr willkommener Sponsor auf meinen weiteren Etappen hat sich der Sportausstatter Fifty Five zur Verfügung gestellt. Ich möchte euch nach und nach die einzelnen Kleidungsstücke bildlich und mit Worten vorstellen, es lohnt sich.

 

Meine Zusicherung

Outdoor Blogger Codex
Outdoor Blogger Codex

Was meine Beschreibungen und Einschätzungen angeht dürfen sich meine  Leser/innen darauf verlassen, dass ich meine ganz persönlichen Eindrücke wiedergebe, so auch hier.  Im Übrigen habe ich mich hier zu über den Outdoor Blogger Codex verpflichtet.

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2 Kommentare

  1. Hallo Elke,
    es ist ja manchmal schon interessant was so hängen bleibt. An diese Etappe erinnere ich mich komischerweise kaum. Lediglich die Goldbacher Oase ( obwohl ich nix dort gegessen habe!!!) und diese Sache mit der Eisenbahn in Olef sind bei mir hängen geblieben. Gut, daß du mir mit deinen Fotos auf die Sprünge hilfst.
    LG Ulrike (übrigens auch mit quengelndem Knie)

    1. Diese Etappe ist auch eher unspektakulär, der Ort Olef ist da schon herausragend. Natur pur und besinnliches wandern eben. ;-)

      Driss alte Knie, das ist sooooo unnötig. Meinem geht es aber zunehmend besser und die nächsten Etappen stehen in der Warteschleife. Hach wat ist das schön!
      Liebe Grüße und gute Besserung für die Quengelköppe.
      Elke

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